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Ein neuer Motor für die stillgelegte Mitte |
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Mit der Zeche Mont-Cenis 1978 verlor der Stadtteil Sodingen seinen wirtschaftlichen, funktionalen und städtebaulichen Mittelpunkt. Stilllegung und Abriss eröffneten aber auch die Chance zur Neuorientierung des Stadtteils. Zunächst wurde die Ansiedlung eines großen Einkaufszentrums mit rund 14.000 Quadratmetern Fläche diskutiert. Die Entscheidung der Landesregierung, die Fortbildungsakademie des Innenministeriums nach Herne zu verlegen, machte den Weg frei für ein Gesamtkonzept, das nicht nur die Landschaft neu verbindet, sondern den neuen Motor für die Entwicklung des Stadtteils gleich mitintegrierte. Rund 16 der insgesamt rund 25 Hektar des Sanierungsgebietes werden als Stadtteilpark genutzt, der die alte Volksgartenidee neu interpretiert, also in erster Linie gebrauchsfähig und nutzerorientiert angelegt ist. Dieser Stadtteilpark ist ein wichtiges Teil im "großen Puzzle" namens Emscher Landschaftspark, das die Lebensqualität im Ruhrgebiet durch die Entwicklung regionaler Grünzüge sichert und kontinuierlich verbessert. Weiterhin bilden etwa drei Hektar den Akademiegarten, in dessen Mittelpunkt die Fortbildungsakademie des Innenministers steht. Auf den übrigen fünf Hektar bringen knapp 300 neue Wohnungen und ein Kindergarten neuen Schwung in den Stadtteil. Neubürger, vielfach Familien mit Kindern, und die langjährigen Sodinger Bürger profitieren gemeinsam von den öffentlichen Einrichtungen des Stadtteilzentrums. Kleinere Einrichtungen für Einzelhandel und Dienstleistungen sowie ein Markplatz schließen zudem die Lücke, die durch den Zechenabriß entstanden war.
Belebend wirken auch die auswärtigen Gäste. Rund 10.000
Besucher jährlich werden allein durch den Betrieb der Akademie
Mont-Cenis aus allen Teilen des Landes Nordrhein-Westfalen
erwartet. Hinzu kommen Besucherströme aus aller Welt, angezogen
von der neuartigen Architektur und dem einzigartigen
Energiekonzept. Auch die Weltausstellung EXPO 2000 hat das
öffentliche Interesse nach Herne gelenkt. Der Energiepark Mont-
Cenis gehört als einer der drei Eckpunkte des "Solardreieck
Emscher Park" zu den registrierten weltweiten dezentralen
Projekten der Weltausstellung.
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