Ein technisches Wunderwerk - ein Tunnel in den französischen Alpen
gab der Zeche Mont-Cenis einst ihren Namen. Auch heute steht Mont-
Cenis für ein technisches Glanzstück. Nachdem ein EU-Forschungsprojekt
gezeigt hatte, daß die Idee theoretisch machbar sein müßte,
wurde das visionäre Architekturkonzept der Mikroklimahülle auf
Mont-Cenis in die Tat umgesetzt. Die markante Glashülle ist
180 Meter lang, 75 Meter breit und 15 Meter hoch.
Futuristisch mutet die Konstruktion der Mikroklimahülle aus Holz,
Stahl und Glas an. Alle Bestandteile der Hülle stammen aus Nordrhein-
Westfalen. "Made in NRW" lieferten sie industriepolitische Impulse für
Bau- und Energiewirtschaft in der Region.
Mit 56 Fichtenstämmen und
unzähligen Holzrechteckprofilen konstruierten die
Baumeister das Gerüst der Glashülle. Ein einheitliches
Grundraster erlaubte eine kostengünstige Vorfertigung.
Die Holzbauteile wurden durch Stahlseile und stählerne
Knotenelemente untereinander verbunden.
Insgesamt wurden 3.475 Kubikmeter Holz verwendet.
Während im Außenbereich gewachste Lärche und Lärche-
Brett-Schichtholz eingesetzt wurde, erübrigte sich
im geschützten Innenbereich eine gesonderte Behandlung
des Holzes.
Die Hallenfläche besteht aus über 20.000 Quadratmetern
Glas, das in Aluminiumrahmen eingelegt ist. Rund die Hälfte
der Glasscheiben sind so mit Solarzellen belegt, daß alle
Bereiche im Innenfreiraum sowie innerhalb der Gebäude
optimal beleuchtet und verschattet werden. Dazu wurden auch
Solarmodule mit unterschiedlichen Belegungsdichten
eingesetzt. Lichtreflektoren vor den Fenstern der Innenhäuser
verstärken die Tageslichtversorgung in den hinteren
Raumbereichen.
Lange Zeit mutete die Idee der Mikroklimahülle utopisch an. Innerhalb von nur
zehn Jahren wurde die visionäre Idee der Architekten Jourda et Perraudin auf
Mont-Cenis in die Tat umgesetzt. Dazu brauchte es das Engagement und den Mut
vieler Partner, darunter unter anderem:
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